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Meditation in Bezug auf zwischenmenschlichen Beziehungen?

Die Meditation gibt uns die Möglichkeit eine Zeit abseits der alltäglichen Sorgen zu verbringen. Das ist aber nur ein Aspekt. Denn sie wirkt auch auf unser “normales” Leben. Zu den wichtigsten Bereichen gehören Beziehungen, Arbeit und Gesundheit.

In diesem Artikel werden wir besprechen, wie Meditation Deine Beziehungen helfen kann.

Gerade Beziehungen bringen uns so viel Freude oder Schmerz. Ständig sind wir auf der Suche nach Erfüllung durch Freunde, Arbeitskollegen und Ehepartner oder Lebensgefährten.

Doch die meisten Entscheidungen, die wir in Beziehungen treffen, sind Ergebnisse aus der Vergangenheit. Diese wirken auf unsere unterbewussten Ebene und wurden geprägt durch den Magnetismus des kulturellen Umfelds, in dem wir leben. Die meiste Zeit reagieren wir eher, als dass wir agieren.
Meditation zentriert uns, stärkt unsere Unterscheidungsvermögen und verringert unsere Anfälligkeit gegenüber den versteckten Verführern der Gesellschaft. Durch die Meditation sind wir in der Lage, zur Ursache statt zur Wirkung zu werden. Gerade das hilft uns für zwischenenschliche Beziehungen.
Idealerweise sollten wir uns selbst und andere in erster Linie als Seelen wahrnehmen und nicht nur als Körper und Persönlichkeiten. Diese Erkenntnis muss zunächst durch tiefe Meditation gewonnen werden, in der es möglich ist, unsere eigene tiefere Natur zu erfahren. Es ist dann relativ einfach, dieses erweiterte Bewusstsein auf andere zu übertragen.
Wenn wir beginnen, auf diese Weise in Beziehung zu treten, können tiefgreifende Veränderungen in der Art und Weise geschehen, wie wir andere sehen und wie sie auf uns reagieren. Anstatt zu fordern, auch unbewusst, dass sie unsere "Bedürfnisse" erfüllen, können wir in der inneren Erfüllung und Zufriedenheit ruhen, die wir in einem meditativen Zustand erfahren. So ersetzt das Miteinander den Wettbewerb, und die Freude am gegenseitigen Geben ersetzt die Spannung der gegenseitigen Forderungen.
Ein großes Gefühl der Entspannung stellt sich ein, wenn wir erkennen, dass Beziehungen uns in erster Linie gegeben werden, um uns zu helfen, zu lernen und zu wachsen, insbesondere in unsere Fähigkeiten andere zu akzeptieren und zu lieben. Beziehungen, die auf diese Weise gelebt werden, versprechen tiefe Erfüllung. Die Ehegelübde, die wir in Ananda ablegen, enden mit:
Möge unsere Liebe immer tiefer, reiner und ausgedehnter werden, bis wir in unserer vervollkommneten Liebe die vollkommene Liebe Gottes finden.
Es gibt eine Technik, die in der Meditation durchgeführt werden kann, um den richtigen Lebenspartner anzuziehen. Nachdem Sie einen Zustand tiefer Ruhe erreicht haben, konzentrieren Sie sich auf das geistige Auge und senden einen Seelenruf an Gott aus, Ihnen einen idealen Partner zu schicken. Konzentrieren Sie sich dabei überhaupt nicht auf die körperliche Erscheinung, sondern nur auf die Seelenqualitäten.
Diese Technik kann nicht nur verwendet werden, um einen geliebten Menschen anzuziehen, sondern auch, um Möglichkeiten in anderen Bereichen Ihres Lebens anzuziehen. Einmal, während der Depression, hielt Paramhansa Yogananda einen öffentlichen Vortrag über die Nutzung dieser Kraft, um Arbeit zu finden. Er sagte seinen Zuhörern (von denen viele arbeitslos waren), dass er, wenn er keine Arbeit hätte, sich auf das spirituelle Auge konzentrieren und "den Äther aufwühlen" würde, bis das Universum ihm eine gäbe.
In diesen beiden Beispielen steht die Kraft des Magnetismus im Vordergrund. Meditation hilft uns, unseren Magnetismus auf zwei Arten zu erhöhen: quantitativ und qualitativ. Die Kraft eines Elektromagneten hängt von der Stärke des Stromflusses durch einen Draht ab.
Das Gleiche gilt für den Energiefluss in unserem Geist. Wenn wir unsere Energie nicht mehr durch zerstreutes Denken zerstreuen, kann die Kraft der Absicht, die durch fokussiertes Bewusstsein fließt, buchstäblich unendlich werden. In dem Maße, wie die Kraft unserer Gedanken zunimmt, nimmt auch ihre magnetische Anziehungskraft zu.
Das funktioniert leider sowohl in die positive als auch in die negative Richtung. Wir alle haben schon unglückliche Beispiele von charismatischen, aber fehlgeleiteten Führern und Diktatoren gesehen, die in der Lage waren, andere von ihrer Denkweise zu überzeugen.
Meditation hilft uns auch, unsere Sympathien zu erweitern und zu harmonisieren und dadurch unseren erhöhten Magnetismus in positivere Richtungen zu lenken. Eines der besten Dinge, die wir mit unserem Leben tun können, ist es, eine positive Kraft in der Welt zu werden, erfüllt von Liebe, Freude und Mitgefühl und eifrig dabei, andere zu unterstützen. Allein die Frage: "Was würde Gott wollen, dass ich in dieser Situation tue?" kann unser Leben und das Leben anderer tiefgreifend verbessern.
Wenn Sie mit einem Partner oder einer geliebten Person meditieren, können Sie diese Visualisierung versuchen, um die Liebe und Harmonie zwischen Ihnen zu erhöhen. Beginnen Sie gegen Ende Ihrer Meditation mit der gleichen Visualisierung zur Ausdehnung des Lichts, die Sie zuvor gelernt haben.
Wenn das Licht beginnt, sich über Ihren Körper hinaus auszudehnen, sehen Sie, wie es Ihren Partner umgibt und durchdringt. Halten Sie ihn oder sie in diesem Licht, bis es jede Zelle, jedes Gefühl und jeden Gedanken erfüllt. Lassen Sie das Licht Ihre Auren miteinander verbinden. Wenn es irgendwelche Schwierigkeiten oder Spannungen zwischen Ihnen gibt, lassen Sie das Licht diese auflösen, bis es keine Schatten mehr gibt. Dieselbe Technik kann auf Distanz durchgeführt werden und verbindet Sie und andere mit einer harmonisierenden Energie.
Wenn jemand versucht, Ihnen zu schaden, hilft es seinem Vorhaben nur, wenn Sie negative Energie zurückschicken. Senden Sie stattdessen einen Strom von Licht. Wenn die negative Energie, die zu Ihnen kommt, stark ist, können Sie helfen, sie zu blockieren, indem Sie ein Kreuz aus Licht visualisieren, das die Dunkelheit ablenkt, oder einen schützenden Lichtkreis, der Ihren Körper umgibt.

Quelle: www.ananda.org